Dienstag, Dezember 08, 2009

Maria - voll der Gnade


Aus dem heiligen Evangelium nach
Lukas 1: 26 – 38

26In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret


27zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.


28Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.


29Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.


30Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.


31Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.


32Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.


33Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.


34Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?


35Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.


36Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.


37Denn für Gott ist nichts unmöglich.


38Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.








Während sich in Kopenhagen die Welt zum Klimagipfel versammelt kommt die Kirche am heutigen Festtag zusammen, um das Klima zu feiern zwischen Gott und Maria, der Mutter Jesu.


Während sich in Kopenhagen die Welt den Kopf zerbricht über die Klimaverschmutzung zerspringt der Kirche schier das Herz vor Freude über das durch und durch saubere Klima zwischen Gott und Maria!


Was in Kopenhagen versucht wird zu sanieren, wurzelt in dem, was in Maria keine Wurzeln schlagen konnte: In der Sünde! Die Klimaverschmutzung unserer Atmosphäre ist äußerer Hinweis auf eine innere Klimaverschmutzung zwischen Gott und Mensch. Wird dieses besser wird sich auch jenes zum Guten ändern.


Ich meine, wir sollten die Unbefleckte Empfängnis bitten, Patronin des Weltklimagipfels in Kopenhagen zu sein.


Wie ist das Klima zwischen Gott und Maria? Ungetrübt! Darum kann der Hl. Geist über sie kommen und sie erfüllen – wie die Sonne, die wohltuend Wärme schenkt. Es kann die Kraft des Höchsten auf sie herabströmen – wie der Regen, der die Wüste zum Blühen bringt!


Der CO2 Gehalt der Ichsüchtigkeit ist seit jeher und für ewig gebunden durch reine Liebe zueinander. Diese reine Liebe erweist ihre Fruchtbarkeit in der Geburt des Sohnes Gottes und in der Sorge um die Menschen – angefangen bei ihrem Bräutigam Josef über ihre Verwandte Elisabeth bis hin zu den Gliedern der Kirche damals, heute und immer. Sie bringt diese Liebe auf ihre Weise auf einen Nenner: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast.


Wer von den Leuten in Kopenhagen wird wohl Magd oder Knecht sein wollen von Gott – geschweige denn von Menschen???


Aber das ist es eben: Die Welt gesundet an der Dienstbereitschaft und an nichts anderem! Darum ist Gott ja selber zu uns gekommen in seinem Sohn. Und was hat er getan? Nur auf sich geschaut und auf seinen eigenen Vorteil? Er hat vielmehr auf uns Menschen geschaut und zwar so sehr, dass er auf sich selber vergessen hat und am Kreuz gestorben ist.


Er konnte so selbstvergessen leben, weil er unerschütterlich vertraute, dass Gott gewiss auf ihn schauen werde – und das hat diese denn auch getan! Und wie! Er hat ihn vom Tod erweckt und ihm unvergängliches Leben geschenkt!


Es war auch Dienstbereitschaft Gottes, dass er Maria ganz von Anfang an nie aus seinem heiligen und gesunden Klima herausfallen hat lassen:

Es war ein Dienst an seinem Sohn, damit der von Anfang seines Erdenlebens an das gesunde Klima eines heiligen Lebensraumes habe.


Es war Dienst an Maria und an uns Menschen, denn er zeigt uns wie nahe er uns bei sich haben möchte und wie nahe wir bei ihm sein können.


Unzählige Male hat Maria seit her diese Nähe zu Gott uns Menschen vermittelt durch ihr Beispiel, ihre Fürspräche und ihren Beistand.


So bin ich gewiss, dass sie gerade auch in dieser bedrängten Zeit Gottes Nähe uns vermitteln möchte. Sie will uns gleichsam in das Klima der Heiligkeit, der inneren Freiheit, der Verfügbarkeit füreinander und er Hingabe aneinander hineinziehen und uns so den Weg in eine heilvollere Zukunft weisen, wo die Bedrohung abnimmt und die Bereitschaft wächst, in den Folgeschäden zu helfen, die durch das bereits geschädigte Klima auf uns alle zukommen werden.


„Unbefleckte Empfängnis“ – das klingt wie saubere Luft oder wie sternenklarer Himmel, wie reines Wasser oder auch nur wie „weniger Abgase!“


Es klingt wie „Erde für alle“ und wie ein Neuanfang.

Es riecht nach einer neuen Erde, auf der die Menschen lernen nach dem Gesetz Gottes zu leben, das er ihnen ins herz geschrieben hat.


Auf dem Tagesblatt meines Kalenders steht es heute so: „Maria ist voll der Gnade. Sie ist nicht bloß eine Vase, die das göttliche Leben enthält – sie ist in den Ozean eingetaucht, der aus ihr hervor fließt.“ Amen!

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