Donnerstag, Dezember 31, 2009

Man gab ihm den Namen JESUS


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 2: 16 – 21


16So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.


17Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.


18Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.


19Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.


20Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.


21Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.




Die Raketen der Silvesternacht sind ausgebrannt, ihr buntes Leuchten ist vorüber und wir finden uns im Neuen Jahr an der Krippe wieder und schauen in jenes Licht, das nicht mehr verlöschen wird: Wir blicken auf das Kind in der Krippe, in dem Gottes Liebe zu uns nicht mehr müde wird zu leuchten und zu strahlen.


Dieses Licht wird uns den Weg ausleuchten durch das kommende Jahr: Es wird die kommenden Dunkelheiten begehbar machen; es wird die kommenden Lichter noch mehr erstrahlen lassen, indem es sie verankert im Vater der Lichter, in Gott, von dem alles Gute kommt.


Wir beginnen das neue Jahr an der Krippe. Es ist jener Ort, an dem Gott einen Neubeginn setzt mit uns Menschen. Es ist jener Ort, an dem das Jahr des Heiles beginnt, das kein Ende hat und das mündet in das ewige Leben bei Gott. Wir sind hier an der Krippe, weil wir möchten dass der Neubeginn dieses Jahres sich einfügt in das Heil, das Gott uns in diesem Kind schenkt. Sein Name bringt das zum Ausdruck: Jesus – Gott ist Heil!


Wir sind hier, denn wir möchten, dass dieses Kind uns segnet und den Namen Gottes auf uns legt: auf alles, was uns im kommenden Jahr widerfahren wird; auf alle Menschen, die uns im kommenden Jahr begleiten und begegnen werden: auf unsere Familie, auf unsere Gemeinschaft, auf unsere Freunde – gerade auf jene, die besonders die Liebe Gottes brauchen werden, weil sie einsam sind, weil sie auf Irrwegen gehen, weil sie gefesselt sind, weil niemand sie liebt.


Wir stehen an der Krippe und Maria, die Mutter des Kindes kommt in unseren Blick. Wir feiern heute ihre Mutterschaft und danken ihr für ihren Beitrag zur Menschwerdung ihres Sohnes: dass sie zum Willen Gottes in der Botschaft des Engels JA gesagt hat und sich zur Mutter dieses Kindes hat machen lassen.


Wir feiern heute ihren Muttertag und machen ihr die größte Freude in der Anbetung des göttlichen Kindes. Wir blicken auf sie und lenken unseren Blick mit dem ihren auf das Kind in der Krippe. Das ist der ganze und der einzige Segen, den sie uns und der ganzen Welt zu bringen hat: dieses Kind, dessen Mutter sie ist! Und sie tut dies unablässig seit jenen Stunden an der Krippe in Bethlehem. Sie tut dies jedes Mal, wenn wir zu ihr um Hilfe rufen. Sie erhört unser Bitten aus der Verbundenheit mit ihrem Sohn heraus.


Wie notwendig ihr Beistand und ihre Fürsprache sind zeigt uns all das Schlimme, das auch in diesen Tagen geschieht: Zahlreiche schlechte Nachrichten zeigen uns die Friedlosigkeit vieler Menschen. Gerade diese Menschen ohne Frieden im Herzen drängen uns hin zur Krippe und lassen uns vom Jesuskind Frieden erbitten in die Herzen der Menschen, in die gestörten Beziehungen in den Familien und Gemeinschaften, in die vergiftete Atmosphäre zwischen Völker und Staaten.


Der heutige Tag ist darum der Weltfriedenstag: Der Tag, an dem die Christenheit inständig darum bittet, dass die Botschaft der Engel an die Hirten Wirklichkeit werde: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade!


Von Maria hören wir heute, dass sie alles, was geschehen war, bewahrte und in ihrem Herzen erwog.


Das wollen wir uns von Maria mitnehmen als besondere Gabe zum heutigen Festtag: Wir wollen bewahren, was uns an der Krippe widerfahren ist und was uns dort geschenkt wurde: Wir wollen dem in unserem herzen Raum geben und es erwägen. Das heißt, wir wollen immer wieder dir Gnade und die Liebe bedenken, die an der Krippe aufgeleuchtet ist. Auf diese Weise bleiben wir diesem Licht ausgesetzt; es kann uns mehr und mehr durchdringen, ausfüllen und durch uns leuchten.


Eine Folge davon wird sein, dass es uns wie den Hirten ergehen wird, die von der Krippe zu ihren Herden zurückkehrten, Gott rühmten und ihn priesen für das, was sie gehört und gesehen hatten.


Im Namen Gottes, im Licht seines Angesichts gehen wir unsern Weg. Wir schauen auf den Sohn, er schaut uns an, das Kind mit dem Herzen Gottes und mit den Augen seiner Mutter. Amen!

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